Pfade der Erinnerung

Werde Friedensbeweger*in! Begleite uns auf den Pfaden der Erinnerung!

Friedenswanderungen. Pfade der Erinnerung...

Werde Friedensbeweger*in

Am 12. August 1944, gegen Ende des Zweiten Weltkrieges, überfielen Männer der Waffen-SS das toskanische Bergdorf Sant‘Anna di Stazzema und verübten eines der größten deutschen Verbrechen auf italienischem Boden. Etwa 560 Zivilisten, vorwiegend Alte, Frauen und Kinder, verloren auf grausamste Weise ihr Leben – die Täter wurden nie zur Rechenschaft gezogen.

Es sind die Zeitzeug*innen, die wenigen Überlebenden des Massakers, die dank unermüdlichem, jahrzehntelangem Einsatz Sant’Anna zu einem Ort des Gedenkens machten. Sie laden uns ein, ihre ganz persönliche Geschichte zu hören.

Wir, junge Menschen aus Deutschland und Italien, werden etwas über die gemeinsame Vergangenheit erfahren, die Gegenwart und Zukunft Europas diskutieren und lernen, sie bewusst mitzugestalten.

Werde Friedensbeweger*in! Begleite uns auf den Pfaden der Erinnerung!

Was erwartet Dich?

  • eintägige, begleitete Wanderungen auf historischen Pfaden
  • inhaltliche und methodische Auseinandersetzung, v.a. mit:
  • deutsch-italienischer Zeitgeschichte
  • gegenwärtigen Herausforderungen der Erinnerungsarbeit
  • Besichtigung von Gedenkstätten und Erinnerungsorten
  • Begegnung und Austausch mit anderen interessierten Menschen

Wann und wo finden sie statt?

Es werden mehrere Wanderungen der Erinnerung angeboten. Die Inhalte der Veranstaltungen bauen nicht aufeinander auf, sodass die Anmeldung zu einzelnen Terminen möglich ist. Für die Teilnahme sind keine fundierten Vorkenntnisse notwendig.

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15. August, Wanderung der Erinnerung am Bodensee

  • Start: 9:20 Uhr Meersburg, Fähre, vsl. Ende: 19:00 Uhr Meersburg, Fähre
  • Gesamtwanderstrecke ca. 11 km
  • Wir besuchen Erinnerungsorte des KZ-Außenlagers Überlingen und den Goldbacher Stollen, in dem Häftlinge Zwangsarbeit leisten mussten. Neben der Auseinandersetzung mit der Geschichte des KZ-Außenlagers liegt ein thematischer Schwerpunkt auf der Lebenssituation und den Schicksalen der italienischen Zwangsarbeiter, die einen Großteil der Häftlinge ausmachten. 
  • WICHTIG! Bitte warme Kleidung einpacken, da im Goldbacher Stollen konstant kühle Temperaturen (ca. 12°C) herrschen

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22. August, Wanderung der Erinnerung in Stuttgart

  • Start: 9:30 Uhr Bahnhof Leonberg, vsl. Ende: 18:30 Uhr, Stuttgart Stadtmitte
  • Gesamtwanderstrecke ca. 19 km
  • Rund um die Stuttgarter Wälder begeben wir uns auf eine Reise durch die deutsche Erinnerungslandschaft. Unter anderem gehen wir hierbei den Fragen nach, ob Orte der Erinnerung in der Vergangenheit identitätsstiftend waren, das Selbstbild einer Nation in der Gegenwart prägen und Einfluss auf das zukünftige Geschichtsverständnis haben. 

In Italien

Wenn jemand zufällig im August privat in der Toskana sein sollte, hier eine Info: Auch dort finden am 9. und 10. August zwei Wanderungen der Erinnerung statt. Für weitere Informationen wendet euch an: osbo.boabonbonboabo.bocboabombopboobodboebolbolboabopboabocboeboØbogbomboaboibolbo.bocboobomb

Warum werden diese Wanderungen durchgeführt und woran soll erinnert werden?

Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges, am 12. August 1944, überfielen Männer der Waffen-SS das toskanische Bergdorf Sant’Anna di Stazzema und verübten eines der größten deutschen Verbrechen auf italienischem Boden. Auf grausame Weise ermordeten sie dort über 560 Menschen.
Späte Bemühungen, das Kriegsverbrechen in Deutschland juristisch zu sühnen und die noch lebenden Täter zu verurteilen, schlugen fehl. Die Stuttgarter Staatsanwaltschaft hatte ihre Ermittlungen 2012 eingestellt.
Es sind die Zeitzeug*innen, die wenigen Überlebenden des Massakers, die Sant’Anna zu einem Ort des Gedenkens, der Begegnung und der Verständigung machen. Sie laden uns ein, ihre persönliche Geschichte zu hören.
Dieser Einladung folgend, kommen seit 2017 deutsche und italienische Jugendliche jährlich im „Campo della Pace“ zusammen, um sich mit den historischen Geschehnissen auseinanderzusetzen und an die Opfer des Massakers zu erinnern.
Neben der deutsch-italienischen Zeitgeschichte und aktuellen politischen Entwicklungen werden während des Friedenscamps wichtige Werte wie Freiheit, Menschenrechte und Demokratie thematisiert. Durch die Gespräche mit Zeitzeug*innen und dem intensiven kulturellen Austausch zwischen den Teilnehmenden, werden komplexe Inhalte (be-)greifbar. Verschiedene Workshops ermöglichen eine kreative Verarbeitung der neu gewonnenen Eindrücke, wodurch nachhaltige Lernprozesse angeregt werden.

Leider kann das Friedenscamp in diesem Jahr nicht wie gewohnt stattfinden.
Um ein Zeichen der Solidarität zu setzen und den Überlebenden zu zeigen, dass Sant´Anna trotz der anhaltenden Pandemie nicht vergessen wurde, bieten wir Wanderungen der Erinnerung an. Die Begegnungen unter freiem Himmel ermöglichen die Vermittlung von historischen Sachverhalten, der Vertiefung ausgewählter Schwerpunkte und einen Austausch mit anderen interessierten Menschen.

Wie kannst du teilnehmen?

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